Freitag, 20. Dezember 2013

men - machines - manchines (I)

Inspiriert durch die Tagung ma(n)chines im HKW, hier einige Gedanken zu der Konstellation Musiker und Instrument, aber auch Musik, Komponist, Aufführung und Technik:



Bei der Tagung waren drei Hauptschwerpunkte zu unterscheiden:

  1. Mechanik
  2. Thermodynamik
  3. Kybernetik
weitere Themen waren Drohnen, Epistemologie, Metapherologie, Cyborgs/Androiden etc. Also ging es in einem sehr weiten Sinne um Mensch und Technik bzw. Mensch und Wissenschaft.

Zu Mechanik fallen mir natürlich sofort Musik-Automaten, mechanische Musikinstrumente oder das Metronom ein, an Musikkonzepten Stücke von Stravinsky oder Ligeti, zu Thermodynamik Skrjabins Idee vom Wärmetod, teilweise auch wieder Stücke von Ligeti und schießlich zu Kybernetik fast der komplette Bereich elektronischer Musikinstrumente, elektronischer und Computer-Musik, aber auch das Konzept des integral konstruierten  und schließlich gesteuerten Werkes.

Die von Händen, Fingern und Füßen zu bedienenden Teile eines klassischen Instruments sind in den meisten Fällen mechanisch, bilden eben die Mechanik des Instruments, während sich die Energiezufuhr und -umsetzung thermodynamisch beschreiben läßt, kann das Zusammenwirken von Mensch und Instrument auch kybernetisch beschrieben werden, wobei der Musiker die Kontroll- und Steuerungseinheit darstellt, aber zugleich auch ein Teil des klangerzeugenden Systems ist. 

So stellt sich natürlich die Frage, wie Mensch dazu kam Musikinstrumente zu bauen, diese seltsamen Körpererweiterungen und -externalisierungen zu entwerfen und zu erfinden? Zum Teil läßt sich dies sicherlich durch Beobachtung und Imitation erklären, aber dann bestimmt noch mehr durch den menschlichen Drang Künstlichkeiten zu erzeugen und sich mit und in diesen einzurichten und Menschsein durch diese zu organisieren und eigentlich erst zu leben. Sehr spannend ist hierbei auch, dass Musiker geradezu mit ihrem Instrument verwachsen und diese als Teil ihres Körpers betrachten, also auch eine Aneignung(?) von Umwelt stattfindet, die dieses Andere aber nicht als Fremdes oder Gegen-ständliches konstruiert bzw. wahrnimmt.

Sehr schön fand ich den epistemologischen Ansatz, dass Wissenschaftler Wissensfallen aufstellen um Zukunft zu generieren, was sich ja auch auf das Tun von Komponisten und Musikern übertragen lässt, die ja irgendwie Klangfallen aufstellen, mit aufwendig entworfenen Partituren, Bühnenaufstellungen, Improvisationselementen, Tunings, Effekten, Feedbacks etc.


Mittwoch, 11. Dezember 2013

The Founder/Inventor of the Classical String Quartet

Today just a Playlist: Haydn's string quartets. Enjoy the holydays and the wintertime with this great classical music, that founded this genre: